Kulturhauptstadt Europas werden

Wegweiser Zukunft estalten

Was bedeutet der Titel „Kulturhauptstadt Europas“?

Jedes Jahr ernennt die EU jeweils eine Stadt aus zwei Mitgliedsstaaten zur „Kulturhauptstadt Europas“. Im Jahr 2025 wird nach Weimar (1999), West-Berlin (1988) und zuletzt Essen (RUHR.2010) bereits zum vierten Mal eine deutsche Stadt den Titel tragen. Neben Deutschland wird 2025 auch in Slowenien wieder eine Kulturhauptstadt gewählt.

Die wichtigste Idee, die dem Kulturhauptstadt-Konzept zugrunde liegt, ist die Gestaltung von Zukunft: Es geht also nicht nur darum, was eine Stadt oder Region kulturell bisher zu bieten hat, sondern wie diese wertvollen Ressourcen bestmöglich ausgeschöpft und erweitert werden können. Es geht um einen Entwicklungsprozess mit dem Ziel, die Stadt und den Landkreis Hildesheim kulturell gut aufzustellen und zu vernetzen.

Die Kommunikation und Kooperation zwischen den Kulturschaffenden und –verantwortlichen soll gestärkt werden, um die vielfältigen  Aktivitäten und Angebote nachhaltig zu sichern. Das Stadtjubiläum und der Tag der Niedersachsen haben erst kürzlich gezeigt, dass Hildesheim Großes auf die Beine stellen kann und dass das intensive und konstruktive Zusammenwirken unterschiedlicher Akteure wichtige und positive Kräfte mobilisiert.

 

Was sind die Anforderungen an eine Bewerbung zur „Kulturhauptstadt Europas“?

Die Bewerbung muss umfangreich vorbereitet und im Jahr 2019 abgegeben werden. Jede deutsche Stadt – unabhängig ihrer Größe und Einwohnerzahl – kann sich für den Titel bewerben und ihre Region in die Planung einbeziehen. Neben Hildesheim bewerben sich aktuell u. a. Hannover, Magdeburg, Chemnitz, Dresden, Zittau, Kassel und Nürnberg.

Alle Bewerberstädte müssen ein Kulturentwicklungskonzept mit europäischer Dimension und Langzeitstrategie erarbeiten. Neben der Stärkung des Kultursektors sollen auch Bereiche wie Bildung, Forschung, Umwelt und Stadtentwicklung in die Planungen einbezogen werden. Ein individuell auf die Region abgestimmtes Konzept und die Einbindung der Bevölkerung spielen eine entscheidende Rolle für den Erfolg der Bewerbung. Hildesheim wird diese gemeinsam mit dem Landkreis und den Landkreiskommunen auf den Weg bringen.

Was passiert bis zur Titelvergabe im Jahr 2020?

2017/18

  • inhaltliche und organisatorische Vorbereitung der Bewerbung durch das Projektbüro Hi2025
  • Erstellung des Bewerbungsdokuments, das sog. „Bid-Book“

2019

  • Abgabe des „Bid-Books“ (voraussichtlich im Oktober)
  • „Pre-Selection“: Präsentation der Bewerbung vor der europäischen Jury, die daraufhin die Namen der Städte veröffentlicht, die in die entscheidende Auswahlrunde und damit auf die sog. "Shortlist" kommen.

2019/20

  • Konkretisierung und Optimierung der Bewerbung inklusive einer Beratung seitens der EU
  • Jede Stadt in der zweiten Auswahlrunde wird von einer Delegation der Jury besucht und präsentiert sich und ihr Konzept vor Ort.

2020

  • „Selection“: Nach einer weiteren Präsentation vor der Jury wird bekannt gegeben, welche Stadt den Titel tragen wird.
  • Sollte Hildesheim gewinnen, wird gefeiert und daraufhin beginnen die Vorbereitungen für das Veranstaltungsjahr 2025.